Sonntag, 11.November 2007
Katzenhaltung - Empfehlungen
Katzenhaltung - Einzelhaltung oder Mehrkatzenhaltung ?
Das Wohlbefinden von Katzen in einem Mehrkatzenhaushalt hängt vor allem von zwei wesentlichen Faktoren ab:
- Von der individuellen Vorgeschichte, der Abstammung und dem Sozialisierungsgrad der Katzen
- Von der Gestaltung des Umfeldes
Auf Grund von Beobachtungen frei lebender Katzengemeinschaften können somit folgende Empfehlungen gegeben werden:
- Entsprechende Räumlichkeiten (dreidimensional) müssen ausreichend vorhanden sein
- Ausreichende Anzahl an Futter- und Trinkplätzen
- Erkundungs- und Rückzugsmöglichkeiten, sowie Toiletten auch für wenig sozialisierte Tiere
Optimale Zusammensetzung von Katzengruppen:
- Ein Pärchen, das schon zusammengelebt hat
- Jungtiere, die schon zusammengelebt haben
- Wurfgeschwister
- Gleichgeschlechtliche Katzen
Die Zweitkatzenhaltung ist aber nicht grundsätzlich die optimalste, sondern hängt vom Sozialisierungsgrad der Katze ab. Probleme im Zweikatzenhaushalt können nicht dadurch aufgefangen werden, dass eine oder mehr Katzen in den Haushalt aufgenommen werden.
Es gilt weiterhin:
- Wenn eine in einem Haushalt lebende Katze mit einer weiteren vergesellschaftet werden soll, sollte eine gleichgeschlechtliche Katze gewählt werden.
- Wenn ein Junges aus einem Wurf zusätzlich zum Muttertier behalten werden soll, entscheidet man sich besser für eine Jungkätzin.
- Als Partnerersatz sollten möglichst Katzen von ähnlichem Persönlichkeitstyp und ähnlichen Alters gewählt werden.
- Gemischte Gruppen sollten eher mit Kätzinnen erweitert werden.
- Zu mehreren Kätzinnen sollte ein früh kastrierter Kater gegeben werden.
- In (kastrierte) Katergruppen sollten keine Kätzinnen, auch keine kastrierten, eingeführt werden.
- Katzengruppen sollten auch keine Welpen zugesellt werden (kein Welpenschutz !)
- Eine nachträgliche Paar- oder Gruppenhaltung ist nur bei gut sozialisierten Katzen, die längeren Kontakt zu einer anderen Katze hatte, möglich.
- Katzen, vor allem von Hand aufgezogen, die lange alleine gelebt haben und somit wenig oder keinen Kontakt zu anderen Katzen gehabt hatten, sind wenig für eine gemeinsame Haltung geeignet.
Das Zusammenführen von fremden Katzen sollte schrittweise erfolgen. Empfohlen hat sich die Verwendung von Pheromonen (katzeneigenen Duftstoffen), von Trenngittern bzw räumlicher Trennung mit Territoriumstausch, füttern an der Territoriumsgrenze und gemeinsames Spielen. Die Prognose für ein gutes Zusammenleben ist dann schlecht, wenn sich die Katzen unter typischen Lautäußerungen belagern. Tritt keine Besserung nach 2 – 3 Tagen ein, sollte der Versuch abgebrochen werden.


on August 13th, 2008 at 8:32 pm
Hmmmm .. . also von Katzen-Einzelhaltung halte ich persönlich garnichts .. .. . ich finde, kein Katzentier hat es verdient, ihr/sein Leben einzig und allein mit einem mehr oder weniger grauslichen
Menschen zu fristen
- ich halte die Einzelhaltung schlicht und ergreifend für nicht artgerecht. www.dervogt.at.im
on Oktober 3rd, 2008 at 9:19 pm
Sehe ich eigentlich genauso wie dervogt