Kastration - was ist danach zu beachten

Kastration - Hündin

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Wenn Sie Ihre Hündin nach der Kastration abholen, kann diese meist schon von selber gehen, ist jedoch noch etwas wackelig auf den Beinen. Bieten Sie Ihr nach Ihrer Ankunft daheim etwas Wasser an und legen Sie sie dann auf Ihren Lieblingsplatz (nicht das Sofa!), denn sie wird wahrscheinlich noch ein bisschen weiter schlafen. Gönnen Sie ihr noch etwas Ruhe, bleiben Sie jedoch in der Nähe, falls sie sich beim Aufstehen schwer tut und überall anstösst. Sie können Ihrer Hündin vor dem Schlafengehen noch eine kleine Portion Futter anbieten und kurz mit ihr zum Gassigehen vor die Tür gehen. Lange Spaziergänge sind an diesem Abend nicht erwünscht! Die Hündin bekommt vor der Operation einen Venenkatheter, der nach Möglichkeit bis zum nächsten Tag drin bleiben sollte. Falls sie ihn sich ziehen sollte, auch kein Problem! Dasselbe gilt für den Verband der Wunde. Es ist durchaus möglich, dass Ihre Hündin während der ersten Nacht unruhig ist und etwas umherwandert. Stellen Sie ihr den gewohnten Raum zur Verfügung, damit sie sich den Platz suchen kann, der ihr am meisten zusagt. Am nächsten Morgen wird Ihre Hündin schon viel fitter sein, vergessen Sie jedoch nicht, dass sie eine Operation hinter sich hat, wegen der wir Menschen 1 Woche im Krankenhaus liegen würden! Auch dieser Spaziergang sollte nicht allzu lange dauern und achten Sie bitte auf Harn- und Kotabsatz. Wie auch am Abend zuvor können Sie ihr eine kleine Portion Futter anbieten, idealerweise leichte Schonkost, wie z.B. Hendl mit Reis. Am Tag nach der Operation findet auch die Kontrolle beim Tierarzt statt, wobei die Wunde kontrolliert, Fieber gemessen und der Venenkatheter entfernt wird. Die Hündin bekommt keinen neuerlichen Verband, falls sie jedoch viel an der Wunde schlecken sollte, hat sich ein altes T-Shirt, das man ihr anzieht, sehr bewährt. Auch bei starkem Regen oder schmutzigen Straßen, falls Ihre Hündin sich bei jedem entgegenkommenden Hund zur Begrüßung hinlegen sollte, ist ein T-Shirt als Schutz sehr praktisch! Wildes Spielen mit Hundefreunden sollte direkt nach der Kastration vermeiden werden, sobald die Nähte nach 7 – 10 Tagen wieder entfernt werden, ist auch das wieder problemlos möglich. Bitte vergessen Sie nicht, Ihrer Hündin das Schmerzmittel zu geben, das Sie nach der Kastration bekommen haben. Die Wirkung hält ca. 24 Stunden an, daher bitte immer ungefähr zur gleichen Zeit geben. Denken Sie auch daran, dass kastrierte Hündinnen zur Gewichtszunahme neigen und passen Sie daher das Futter den neuen Bedürfnissen an. Eine regelmäßige Gewichtskontrolle nach der Kastration wird Ihnen dabei helfen, die richtige Menge zu ermitteln.

Kastration - Rüde

Auch für Rüden gilt, was im ersten Absatz bei den Hündinnen steht: Ruhe, bei den ersten Gehversuchen unterstützen, eine kleine Portion Futter und einen kurzen Spaziergang! Rüden neigen jedoch viel mehr dazu, an ihren Nähten zu lecken und diese zu ziehen, daher bekommen fast alle Rüden einen Trichter als Schutz mit. An diesen müssen sie sich erst gewöhnen, d.h. sie werden am Anfang überall anstossen und versuchen, diesen loszuwerden. Allerdings gewöhnen sie sich schnell daran und kommen dann gut zurecht. Falls Ihr Rüde ein besonderer Spezialist sein sollte und sich trotz Trichter die Nähte wegbeissen, bitte gleich beim Tierarzt melden! Auch übermässiges Rutschen mit dem Hinterteil am Boden sollte vermieden werden, da sonst der Hodensack in Mitleidenschaft gezogen werden kann (z.B. starke Schwellung). Die Nähte werden nach 7 – 10 Tagen gezogen und dann kann Ihr Liebling wieder mit allen seinen Freunden herumtoben! 

 

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