Impfung Hund - neue Erkenntnisse

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neues Impfschema - Schlusswort


Im Zuge einer Impfung wird ein Patient bei uns klinisch untersucht, allfällige Probleme werden besprochen, bzw können mögliche geriatrische oder stoffwechselbedingte Erkrankungen früher erkannt und rascher therapiert werden. Nur ca die Hälfte aller „Impflinge“, die zu uns kommen, sind wirklich nur zur Impfung da. Kleinigkeiten, wie Ohrenentzündungen oder Bindehautentzündungen, Ekzeme, Zahnstein, beginnende Herzerkrankungen aber auch nur Parasiten wie Flöhe werden im Zuge dessen erkannt bzw behandelt. Mitunter wurden im Zuge der Impfung so massive Erkrankungen festgestellt, dass das Tier aufgrund der ohnedies schon hohen immunologischen Belastung gar nicht geimpft, sondern zuerst behandelt wurde. Weiters sollte eine Entwurmung mindestens jährlich, besser halbjährlich durchgeführt werden. Somit ist die „Jahresimpfung“ auch Vorsorgeuntersuchung.
Zu möglichen Reaktionen auf eine Impfung sei folgendes gesagt: Ein jeder von uns kennt das Ziehen im Oberarm oder die Verdickung unter der Achsel als Folge einer Impfung – würde man deshalb zB. das Risiko einer durch Zecken übertragenen FSME Erkrankung auf sich nehmen? Auch bei unseren Haustieren kann es zu lokalen Reaktionen der Haut bzw der Unterhaut wie Rötung, Erwärmung bis hin zu einer Schwellung kommen, Müdigkeit, aber auch allergische Reaktionen mit Anschwellen der Schnauze und geröteten Augen haben wir im Laufe der Jahre beobachten können. Niemals kam es durch diese Impfreaktionen zu einer Gefährdung oder gar Lebensbedrohung des Tieres. Ferner muss gesagt werden, dass diese Reaktionen nach einer Impfung äußert selten auftreten, in etwa bei einem von eintausend geimpften Tieren. Die Ursache dafür liegt meist im Adjuvans des Impfstoffes, also der Trägersubstanz, in der der Impfstoff konserviert bzw injiziert wird und kann schon alleine durch die Verwendung eines alternativen Impfstoffes zukünftig vermieden werden.
Es steht der Nutzen einer Impfung und damit der Schutz vor lebensbedrohlichen Erkrankungen wie der Staupe, Parvovirose oder Tollwut in keinem Verhältnis zu möglichen Nebenwirkungen. Es liegt somit in unserem primären Interesse als Tierärzte, zuerst vorzubeugen und erst im Anlassfall zu heilen. Impfmaßnahmen ersparen oftmals teure Behandlungskosten oder gar den Verlust des Haustieres.
Wir werden auch weiterhin allen unseren Kunden / Patienten jährliche Impferinnerungen zukommen lassen und im Zuge dieses Termins notwendige Impfungen bzw anderweitig notwendige Untersuchungen bzw Behandlungen besprechen. Informieren Sie sich auf unserer homepage auch über die Erkrankungen, gegen die Ihr Hund geimpft wird. Wenn es darüber hinaus Fragen gibt, zögern Sie nicht, uns anzurufen oder zu mailen – nicht jede mail wird am selben Tag beantwortet werden können, aber wir tun unser bestes. Wir werden auf unserer homepage auch einen Blog veröffentlichen, wo über das Thema Impfung ausführlich diskutiert werden kann.

 

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